Den Auftakt bildete ein Besuch bei der ILE MainWerntal in Arnstein. Dort erhielten die Teilnehmenden einen Einblick in die interkommunale Zusammenarbeit der Region sowie in das Zukunftsthema „Schwammregion“. Im Mittelpunkt standen Strategien zur Klimaanpassung und zum nachhaltigen Umgang mit Wasser. Darüber hinaus wurden aktuelle Projekte der ILE MainWerntal vorgestellt und Erfahrungen ausgetauscht.
Anschließend führte die Fahrt nach Retzstadt, wo Herr Winkler (Erste Bürgermeister Retzstadt) Einblicke in die Gemeindeentwicklung von Retzstadt teilte und Herr Feldhaus (Betreiber des Retscher Lädchens) das Konzept des örtlichen Dorfladens präsentierte und über Herausforderungen und Chancen solcher Gemeinschaftsprojekte informierte.
Danach ging es nach Neuhof an der Zenn, das u.a. für gelungene Innenentwicklungsprojekte, eine hohe Lebensqualität, das Engagement im Klimaschutz und eine enge Gemeinschaft im Ort bekannt ist. Gemeinsam mit der Ersten Bürgermeisterin Frau Wust erkundeten die Teilnehmenden Neuhof und erhielten spannende Einblicke in aktuelle kommunale Entwicklungen und Projekte.
Am Nachmittag stand mit dem Besuch des Streuobsterlebniszentrums Bernatura in Burgbernheim ein weiteres innovatives Projekt auf dem Programm. Der Erste Bürgermeister Herr Schwarz führte die Gruppe durch die Einrichtung, die als Informations-, Bildungs- und Begegnungsort rund um das Thema Streuobst konzipiert ist. Neben einer interaktiven Ausstellung beherbergt das Zentrum unter anderem einen Veranstaltungsraum, eine Mosterei sowie eine Fachbibliothek. Besonders interessant war dabei der Ansatz, den Erhalt der Streuobstwiesen mit Umweltbildung, touristischer Vermarktung, Naherholung und regionaler Wertschöpfung zu verbinden. Auch in der ILE Jura-Rothsee prägen zahlreiche Streuobstbestände das Landschaftsbild. Die örtlichen Obst- und Gartenbauvereine leisten hier seit vielen Jahren einen wichtigen Beitrag zum Erhalt und zur Pflege dieser wertvollen Kulturlandschaft.
Hinter allen besuchten Vorhaben stehen engagierte Bürgerinnen und Bürger, Vereine, Ehrenamtliche und Kommunen, die gemeinsam an einem Strang ziehen. Ein lebendiges Miteinander, gegenseitige Unterstützung und die Bereitschaft, Verantwortung für die Gemeinschaft zu übernehmen, sind oft die wichtigsten Grundlagen für den Erfolg. Die besuchten Beispiele zeigten, dass große Projekte dort entstehen können, wo gemeinsam an einer positiven Zukunft gearbeitet wird und wie wertvoll der Blick über den eigenen Tellerrand und der Austausch mit anderen Kommunen für die erfolgreiche Weiterentwicklung der Region sind.